Aufbau einer Zündspule

Informationen über den Aufbau von NGK Zündspulen, Hochspannungserzeugung durch magnetische Induktion und Transformation und beeinflussende Faktoren.
Beispiel Zündspule

Der Aufbau einer Zündspule für den Otto-Motor ist bei allen Zündspulentypen – schematisch betrachtet – identisch. Im Innern jeder Zündspule finden sich zwei Spulen: die so genannte Primärspule, die aus vergleichsweise dickem Kupferdraht besteht sowie die Sekundärspule, die deutlich länger ist und aus vergleichsweise dünnem Kupferdraht gefertigt ist.

Zündspulen verfügen über einen laminierten Eisenkern, der von der Primär- und Sekundärspule umwickelt ist. Der Kupferdraht dieser Spulen ist isoliert, um ein Überspringen der Spannung von Wicklung zu Wicklung, und damit Kurzschlüsse, zu verhindern.

Zündspulen und magnetische Induktion

Der Hochspannungsimpuls einer Zündspule entsteht in der Sekundärspule mit Hilfe magnetischer Induktion. Hierzu wird zunächst die Primärspule über den Niederspannungsanschluss der Zündspule mit dem Batteriestrom versorgt. Um die Primärspule baut sich gleichzeitig ein Magnetfeld auf. Wird dieser Stromfluss unterbrochen, bricht das Magnetfeld zusammen. Erst dieser Zusammenbruch löst in der Sekundärspule einen Spannungsimpuls aus.

Transformation: Die Wicklung entscheidet

Der Spannungsimpuls, der in der Sekundärspule entsteht, ist ungleich höher, als die 12 Volt Batteriespannung, die zuvor durch die Primärspule geflossen sind. Der Grund: Die Sekundärspule ist mit wesentlich feinerem Draht gewickelt und verfügt daher über eine deutlich höhere Anzahl von Windungen als die Primärspule. Das so genannte Windungsverhältnis je nach Spule liegt zwischen 1:150 und 1:200.

Weitere beeinflussende Faktoren

Abgesehen vom Windungsverhältnis gibt es darüber hinaus weitere Faktoren, die die tatsächliche Höhe des abgegebenen Hochspannungsimpulses beeinflussen. So spielt die Stärke des in der Primärspule entstandenen Magnetfeldes eine ebenso wichtige Rolle wie etwa die Geschwindigkeit, mit der es kollabiert. Auch die Dicke der Sekundärspule sowie die Zeit, die ihr zur Aufladung bleibt, haben starken Einfluss auf das Endergebnis.