Der zündende Funke

Im Ottomotor wird Luft in einen Zylinder angesaugt. Zusätzlich wird durch die Benzineinspritzung Kraftstoff zugeführt. Ein brennbares Gemisch entsteht, das durch den Zündfunken entflammt wird.

Soll der Motor korrekt und effizient arbeiten, muss der Funke absolut zuverlässig und zum exakt richtigen Zeitpunkt gezündet werden. Der ideale Zündpunkt liegt vor, kurz bevor der Kolben seinen höchsten Punkt erreicht und die Kompression am größten ist. Um sicherzustellen, dass die Zündung bei allen Motorlastzuständen zum richtigen Zeitpunkt ausgelöst wird, berechnet das Motormanagementsystem, wann jede einzelne Zündkerze zünden muss.

Im Zusammenhang mit der Zündung ist zu beachten, dass der Zündfunke selbst das Kraftstoff-Luft-Gemisch im Brennraum nicht direkt entzündet. Sein Weg durch das Gasgemisch bewirkt eine intensive lokale Erwärmung, die letztlich zur Explosion des Gemischs führt.

Arbeitsweise des Otto-Motors

Arbeitsschritt 1 – Ansaugen von Umgebungsluft und Kraftstoff

1. Ansaugen: Der Kolben bewegt sich abwärts. Durch die Einlassventile werden Umgebungsluft und Kraftstoff angesaugt.

Arbeitsschritt 2 – Das Gemisch wird stark verdichtet.

2. Verdichten: Der Kolben bewegt sich wieder nach oben. Das Gemisch im Zylinder wird stark verdichtet. Im Bereich des oberen "Totpunktes" erfolgt die Zündung.

Arbeitsschritt 3 – Der Kolben wird mit bis zu 20 Metern pro Sekunde in Richtung Kurbelwelle gedrückt.

3. Arbeiten: Die Verbrennungstemperatur im Brennraum steigt auf bis zu 2600 °C, der Druck auf bis zu 120 bar. Der Kolben wird mit bis zu 20 Metern pro Sekunde in Richtung Kurbelwelle gedrückt.

Arbeitsschritt 4 – Das Abgas verlässt die Kolben.

4. Ausstoßen: Durch die Auslassventile verlässt das Abgas bei erneuter Aufwärtsbewegung des Kolbens den Zylinder.

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