Abgase und Schadstoffe

Schadstoffe stellen nur einen sehr geringen Teil der gesamten Emissionen eines modernen Ottomotors dar - lediglich 1,1 %. Der Großteil des Abgases besteht aus Stickstoff (72,1 %), Wasser (13,8 %) und Kohlendioxid (12,3 %).
Schadstoffe stellen nur einen sehr geringen Teil der gesamten Emissionen eines modernen Ottomotors dar - lediglich 1,1 %. Der Großteil des Abgases besteht aus Stickstoff, Wasser und Kohlendioxid

Als Abgase bezeichnet man nicht mehr nutzbare, gasförmige Abfallprodukte, die bei einem Verbrennungsprozess entstehen. Im Falle von Verbrennungsmotoren hat sich der Begriff "Abgas" eingebürgert.

Das Motorabgas enthält neben unschädlichen Produkten wie Wasserdampf, Kohlendioxid und Stickstoff auch die für Mensch und/oder Umwelt gefährlichen Schadstoffe Kohlenmonoxid (CO), Kohlenwasserstoffe (HC) und Stickoxide (NOx).

Diese Schadstoffe stellen nur einen sehr geringen Teil der gesamten Emissionen eines modernen Motors dar. Lediglich 1,1 % beim Ottomotor und 0,2 % beim Dieselmotor. Der Großteil des Abgases besteht aus Stickstoff, Wasser und Kohlendioxid.

Dennoch ist es wichtig, dass auch die vergleichsweise kleine Menge an Schadstoffen unschädlich gemacht wird. Um diese Schadstoffe deutlich zu reduzieren, wurde der Drei-Wege-Katalysator eingeführt.

Kohlenmonoxid (CO)

Kohlenmonoxid (auch Kohlenstoffmonoxid genannt) ist ein farb-, geruchs- und geschmackloses Gas. Die Verbindung aus Kohlenstoff und Sauerstoff entsteht bei der unvollständigen Verbrennung von kohlenstoffhaltigen Substanzen und ist ein starkes Atemgift. Sobald es eingeatmet wird und in die Blutbahn gelangt, verhindert es die Bindung von Sauerstoff an die roten Blutkörperchen. Ab einer Konzentration von 1,28 Prozent Kohlenmonoxid in der Atemluft tritt der Erstickungstod innerhalb von 1 bis 2 Minuten ein.

Schadstoffe stellen nur einen sehr geringen Teil der gesamten Emissionen eines modernen Motors dar - lediglich 0,2 %. Der Großteil des Abgases besteht aus Stickstoff (73,8 %), Wasser (9 %), Sauerstoff (9 %) und Kohlendioxid (8 %).
Auch beim Dieselmotor stellen Schadstoffe nur einen sehr geringen Teil der gesamten Emissionen dar - lediglich 0,2 %. Der Großteil des Abgases besteht hier aus Stickstoff, Wasser, Sauerstoff und Kohlendioxid

Da Kohlenmonoxid schwerer ist als Luft, reichert es sich vor allem in Bodennähe an. Außerdem können in Parkhäusern höhere Konzentrationen auftreten. Hier gibt es meist spezielle Sensoren, die den CO-Gehalt in der Luft messen.

Als Folgen geringer Konzentrationen in der Luft - 70 bis 100 ppm (ppm = parts per million = Teile je Million) - sind erkältungsähnliche Symptome möglich. 150 bis 300 ppm führen zu Übelkeit, Schwindel und Erbrechen. Ab 400 ppm kommt es zu Bewusstlosigkeit bis zu Hirnschaden und Tod. Gesunde Erwachsene vertragen bis zu 50 ppm über eine längere Zeitdauer, bei Kindern und Kranken können dagegen bereits hier Probleme auftreten.

Kohlenwasserstoffe (HC)

Kohlenwasserstoffe sind chemische Verbindungen, die nur aus Kohlenstoff (C) und Wasserstoff (H) bestehen. Sie sind in Erdöl, Erdgas und Kohle in größeren Mengen zu finden, wo sie den eigentlichen "Energieträger" darstellen. Einige Kohlenwasserstoff-Verbindungen sind krebserregend.

Unter Einfluss von Sonnenlicht reagieren Kohlenwasserstoff und Stickstoffoxide zu Ozon. In den unteren Schichten der Atmosphäre ist es ein gefährlicher Schadstoff, der die Schleimhäute reizt, Kopfschmerzen und Übelkeit auslöst. Zudem gilt Ozon seit 1995 als "begründet krebsverdächtiger Stoff". Außerdem kann eine erhöhte Ozon-Konzentration in der Luft zu erheblichen Vegetationsschäden führen.

Stickoxide (NOx)

Stickoxide (oder Stickstoffoxide) sind die gasförmigen Oxide von Stickstoff (N). Sie werden mit NOx abgekürzt, weil es mehrere mögliche Verbindungen mit einer unterschiedlichen Anzahl von Atomen gibt: N2O, NO, N2O3, NO2, etc.

Kommen sie mit Wasser (auch in Form etwa von Nebel) zusammen, entstehen Säuren, die die Schleimhäute reizen und teilweise zu Lungenschäden führen können. Einzige Ausnahme: Das auch als "Lachgas" bekannte Distickstoffmonoxid (N2O). Allerdings ist dieses ein Treibhausgas und schädigt die schützende Ozonschicht in der höheren Atmosphäre. 

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