Titandioxid-Lambdasonde
Auch die Titandioxid-Lambdasonde ist eine Sprungsonde. Titandioxid besitzt eine spezielle Eigenschaft: der elektrische Widerstand ändert sich proportional zum Sauerstoffanteil im Abgas. Hierbei stellt der gemessene Widerstand die Information bereit, in welchem Betriebszustand sich der Motor befindet.
Die Titandioxid-Lambdasonde zeichnet sich durch folgende Eigenschaften aus:
- robust und kompakt
- hohe Reaktionsgeschwindigkeit
- keine Referenzluft erforderlich
- schnelles Erreichen der Betriebstemperatur
Diese Sonden kamen je nach Fahrzeug als Regel- und als Diagnosesonde zum Einsatz. Diese Technik wird aktuell nicht mehr in der Erstausrüstung verwendet.
Arbeitsweise der Titandioxid-Lambdasonde
Ein Titandioxid-Element ändert seinen elektrischen Widerstand proportional zum partialen Sauerstoffdruck im Gasgemisch. Bei hohem Sauerstoffanteil (λ > 1) ist das Titandioxid weniger leitfähig, bei niedrigem Sauerstoffanteil (λ < 1) ist es leitfähiger.
Wird nun eine Spannung an das Element angelegt, ändert sich die Ausgangsspannung entsprechend der Sauerstoffkonzentration im Abgas. Die Betriebstemperatur dieser Lambdasonden liegt bei 700 °C. Erst ab 850 °C kann die Sonde zerstört werden.
Ein weiterer Vorteil dieses Sondentyps: Die Titandioxid-Sonde benötigt keine Außenluft als Referenz und fällt daher kleiner aus.
Kabelzuordnungen
Titandioxid-Lambdasonden der Marke NTK verfügen stets über vier Kabel. Bei allen Typen ist Signal (-) schwarz, Signal (+) gelb und der Anschluss für das Heizelement (-) weiß.
Lediglich in der Farbe der Leitung für das Heizelement (+) gibt es zwei unterschiedliche Belegungen: Bei Lambdasonden des Typs 1 ist dieses Kabel rot, bei Typ 2 grau.








